Philip Lamantia   Zerstörte Werke
Heute gilt Philip Lamantia (1927–2005) im angloamerikanischen Sprachraum als bewusstseinserweiternder Surrealist und visionärer Ekstatiker der modernen amerikanischen Lyrik. Hierzulande ist sein Name allerdings wenig bekannt. Ein halbes Jahrhundert nach Arthur Rimbaud nimmt Philip Lamantia den Faden der europäischen Avantgarden an der Westküste der Vereinigten Staaten der 1940er Jahre wieder auf. Sein vierter Gedichtband Destroyed Works (1962) schlägt einen wilden, exzessiv-subjektiven Ton an. Es ist ein Buch, das zwischen Christentum, fernöstlichen und indianischen Mythen oszilliert und dabei immer einem Gott auf der Spur ist, der nur im Rausch erfahrbar wird. Hier schreibt einer wie andere schießen: auf die Zwölf. Seine Gedichte greifen explizit nach den Sternen. Allen Ginsberg betrachtete Lamantia zeitweise als seinen Lehrer und Michael McClure sagte über ihn, er habe den europäischen Surrealismus nach Hause geholt.

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