John Giorno   Jeder wird leichter
John Giornos neue Gedichte verfolgen weniger das Insistieren auf, als das ständige Wiederholen von Fragen und Gefühlen in seinen früheren Gedichten weiter; sie betonen eher einen Sinn für die Variation und passen so jedes Gedicht auch formal seinem Thema an, ähnlich wie Telemanns Sonaten für Solovioline oder Rilkes Sonette an Orpheus. Die »innerste Weisheit« dieser Gedichte ist die nicht-dualistische Vereinigung von großem Mitgefühl und Leerheit. John Giorno ist ein weit fortgeschrittener Praktizierender in der Nyingma-Tradition des tibetischen Buddhismus, der das Paradoxe, das Unerwartete, Unerhörte, Nonkonformistische betont als ein Mittel, Gewohnheitsmuster zu durchbrechen.

Weitere Bücher aus der Reihe Heartbeats
No 1 - Lawrence Ferlinghetti Ein Coney Island des Bewußtseins
No 2 - Philip Whalen Nachspielzeit
No 3 - Gary Snyder Aus der Spur
No 4 - Anne Waldman Troubairitz
No 5 - Gregory Corso Benzin
No 6 - Albert Saijo Unverblümt
No 7 - Edward Dorn Am Rande
No 8 - Lew Welch Eherne Flügel
No 9 - Jack Kerouac Verstreute Gedichte
No 10 - Richard Brautigan Bitte pflanz dieses Buch
No 12 - Lenore Kandel Das Liebesbuch/Wortalchemie
No 13 - Jack Micheline Rotweinfluß
No 14 - Joanne Kyger Detektivgeschichten der Leidenschaft
No 17 - William Everson Die unmögliche Wahl
No 18 - Diane di Prima Fragmente eines Lieds
No 19 - Neal Cassady Lieber Jack. Briefe an Kerouac
No 20 - ruth weiss Einen Schritt weiter im Westen ist die See
No 21 - Denise Levertov Der Trauertanz
No 22 - John Wieners Schmutz unter meinen Nägeln
No 23 - Edward Sanders Dürste nach Frieden in einem rasenden Jahrhundert
No 24 - Allen Ginsberg Tod & Ruhm
No 25 - Harold Norse Karmakreis
No 26 - William S. Burroughs Blade Runner
No 27 - Herbert Huncke Der Magier